5 Geheimtipps rund um das Zwischenahner Meer, die kaum jemand kennt
- Hello Holidays

- 7. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Das Zwischenahner Meer liegt ruhig da, umgeben von weitem Grün und kleinen Ortschaften, die sich wenig um Tourismus scheren. Genau das macht es so besonders. Wer hier ein paar Tage verbringt, merkt schnell: Die wirklichen Highlights liegen abseits der Hauptstraßen – und werden von den meisten Besuchern einfach übersehen. Hier sind fünf Tipps, die du kennen solltest.
Det – Die geheimnisvolle Figur im Kurpark
Wer durch den Kurpark in Bad Zwischenahn schlendert, geht an ihr meist einfach vorbei – dabei ist die kleine Bronzefigur namens Det seit 2013 ein stilles Wahrzeichen des Ortes. Die Figur ehrt Wolf Gerlach, den Erfinder der Mainzelmännchen, der von 1988 bis zu seinem Tod 2012 in Bad Zwischenahn lebte. Det – der Anführer der Mainzelmännchen-Truppe – sitzt seitdem am Ufer des Zwischenahner Meers, nahe der Wandelhalle im Kurpark. Für Einheimische ist er ein vertrauter Anblick, für Besucher ein kleines Aha-Erlebnis. Der Kurpark lohnt übrigens zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang – morgens liegt oft noch Dunst über dem See, und dann ist man ganz allein mit dem Wasser und den Vögeln.

Park der Gärten – Gartenkunst aus aller Welt
Wer hätte gedacht, dass sich in Bad Zwischenahn-Rostrup einer der schönsten Gartenparks Norddeutschlands befindet? Der Park der Gärten entstand anlässlich der Nordwestdeutschen Gartenschau im Jahr 2000 und wurde seitdem zu einer dauerhaften Anlage mit Themengärten aus über 40 Ländern ausgebaut. Auf mehr als 14 Hektar findest du einen japanischen Zen-Garten neben einem mediterranen Olivenhain, einen chinesischen Teepavillon unweit eines englischen Landschaftsgartens. Beim Aussichtsturm des Parks reicht der Blick weit über das Ammerland. Besonders beeindruckend ist der Park von Mai bis September, wenn alles in voller Blüte steht. Der Eintritt ist moderat, und du brauchst gut und gerne drei Stunden, um alles zu erkunden.

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Smoortaal – Geräucherter Aal, wie er früher schmeckte
Smoortaal ist das niederdeutsche Wort für geräucherten Aal – und wer einmal frischen Smoortaal direkt am See gegessen hat, versteht, warum diese Tradition so hartnäckig überlebt hat. Die Spezialität aus dem Zwischenahner Meer ist seit mindestens 900 Jahren belegt: Schon um 1108 soll Graf Egilmar I. einem Abt im Kloster Iburg regelmäßig 90 Bund Aale geschickt haben. Am See gibt es noch echte Aalfischer, die ihren Fang selbst räuchern und direkt verkaufen. An Wochenenden kannst du frischen Räucheraal kaufen, oft noch warm aus dem Ofen. Bring einfach etwas Bauernbrot mit, setz dich ans Wasser und lass dir die Zeit.

Wasserturm Bad Zwischenahn – Panorama über See und Land
Am Rand des Ortskerns steht ein historischer Wasserturm, der bei vielen Besuchern schlicht unbemerkt bleibt. An bestimmten Tagen – in der Regel bei Veranstaltungen oder auf Anfrage über das lokale Tourismusbüro – kann der Turm bestiegen werden. Von oben reicht der Blick weit über das Zwischenahner Meer und die flache Ammerlandlandschaft. Die Aussicht ist umso schöner, weil Bad Zwischenahn kaum höhere Gebäude hat – du siehst also wirklich weit. Selbst wenn der Turm geschlossen ist, lohnt ein Abstecher: Das Backsteingebäude ist ein fotogenes Motiv, besonders in der Abenddämmerung, wenn das Licht weich und warm wird. Aktuelle Öffnungszeiten erfährst du beim Tourismusbüro Bad Zwischenahn.
Hünengräber im Ammerland – 5.000 Jahre Geschichte, ganz still
Das Ammerland ist älter, als man denkt. Wer ein paar Kilometer rund um Bad Zwischenahn durch die Landschaft fährt, stößt auf megalithische Hünengräber – steinzeitliche Grabanlagen aus der Jungsteinzeit, die vor über 5.000 Jahren errichtet wurden. Das Großsteingrab Hekese bei Berge (Niedersachsen) ist eines der zugänglichsten. Die moosbedeckten Findlinge, manche so groß wie ein kleines Auto, liegen ruhig im Flachland, umgeben von Äckern und Feldwegen. Es gibt keine Touristenmassen, keine Eintrittskarten, kein Café nebenan – nur die Steine und die Stille. Besonders früh am Morgen oder kurz nach einem Regenschauer, wenn die Luft klar ist und das Gras noch nass glänzt, entfalten diese Orte ihre ganze Magie.

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